Elternbericht C.

C. schätzt das Essen in der Schule sehr. Er fühlt sich wohl bei euch am Mittagstisch und das Wort "selbst gemacht"; ist auch ein Teil unserer Küche geworden. C. übernimmt viele Rezepte für zu Hause und wir kochen sie gemeinsam.

Dieses Schuljahr hat gut angefangen. Er geht motiviert in der Schule und kommt auch so nach Hause. Er erledigt seine Hausaufgaben selbstständig und ist auch stolz darauf.

C. ist gegenüber erwachsenen Personen meistens sehr anständig und respektvoll. Die Höflichkeitsform bereitet ihn noch Mühe und ich bestehe darauf, dass er sie immer braucht, darum muss ich ihn noch oft korrigieren (nicht Du sagen!).

C. hat seine Schwester sehr gerne. Die zwei haben nicht nur ein paar Interessen sondern auch ein paar Freunde gemeinsam. Im allgemeinen hat C. sich selber einen wunderbaren, gesunden Freundschaftskreis aufgebaut. Er ist gesucht und im Quartier gut integriert.

C. zeigt eine grosse "Zivilcourage"; und ist hilfsbereit. Er kann sich sehr wohl in andere versetzen und auf Kompromisse eingehen. Diese Qualitäten sind unter den sogenannt "normal entwickelten Kindern"; schwer zu finden. Viele Leute die uns vorher gemieden haben, staunen und fragen, wie es sein kann, dass sich C. so positiv verändert hat. Und das stimmt! C. spürt sich je länger je mehr und das ermöglicht ihm Entscheidungen zu treffen die zu seinem Vorteil sind.

Er wollte z.B. nicht ans Knabenschiessen gehen und als die Frage kam "das gibt's doch nicht, dass ein Kind nicht gerne an die Chilbi geht oder ?!"; antwortete er : "Doch ich bin eine. Zuerst tut mir der Lärm , die vielen Menschen und die Lichter nicht gut, zum zweiten andere Kinder trauen sich nicht dies zu sagen, weil Sie Angst haben nicht dazuzugehören";. Und die Kinder haben gestaunt und C. gar keine Sekunde schikaniert deswegen. Er ist an diesem Tag mit seinem Vater Velofahren gegangen.

C. vermeidet freiwillig den Kontakt zu Kindern die ihm nicht gut tun und er kann sich abgrenzen. Das muss er bei uns oft, da wir in einer Siedlung wohnen in der es sehr viele Kinder gibt.

Ich hätte nie gedacht, dass ich C. 2 bis 3 Stunden draussen spielen lassen könnte, ohne mir keine Sekunde Sorgen machen zu müssen, mit wem er zusammen ist oder was er macht! Ich kann C. voll und ganz vertrauen. Er sagt immer wo er ist, wenn er irgendwo anders hin will fragt er und ist sehr pünktlich.

Das Lager war für C. eine grosse positive Erfahrung. C. hat viel Gutes erlebt und mit nach Hause genommen. C. konnte 16 Bilder machen mit seinem Foto­apparat. Das hat uns gerührt.

Bald ist C. 3 Jahre bei Euch. So vieles haben er und wir gearbeitet und gelehrt. Dank Eurem Engagement. Eurer Hilfe geht es C. immer besser. Wir sind uns sicher, dass C. nach wie vor am richtigen Ort in der Schule gelandet ist und bleiben soll. Frau Weber hat uns auch vieles gelernt und die Zusammenarbeit mit Ihr ist sehr konstruktiv. Danke für alles was ihr bis anhin für C. gemacht habt und für das alles was ihr weiterhin machen werdet.

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